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Jill Münstermann, Fleischfresser
"Fleischfresser"

Autor: Jill Münstermann
Genre: Science-Fiction
Erscheinungsjahr: September 2009
Gestaltung: Taschenbuch 298 Seiten
Format: 12 x 18 cm
ISBN: 978-3-939948-18-6
Preis: 14,80€

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Über das Buch:

Die „Fleischfresser“ kommen!

Wir schreiben das Jahr 2103.
Murphy ist ein Soldat ohne Bestimmung, denn Kriege gibt es nicht mehr. Er lebt in einer Welt, in der der Frieden heilig ist, Hass abgeschafft wurde und alle in Harmonie miteinander leben.
Wie eine Maschine spult Murphy seine täglichen Übungen innerhalb der nur sporadisch existierenden Armee ab, wobei ihn der Tod seiner Freundin kaum einen klaren Gedanken fassen lässt. Nur die kleinen Sticheleien seiner Kameraden lenken ihn ein bisschen von seinem Verlust ab – sie „spielen“ Krieg, ohne zu wissen, was dieser wirklich bedeutet.

Auf einen Schlag ändert sich alles. Am Horizont erscheint ein fremdes Raumschiff, das das Gesicht eines Monstrums trägt. Nach anfänglicher Faszination stellt sich heraus, dass die Außerirdischen nicht in friedlicher Absicht gekommen sind.
Panik bricht aus.
Innerhalb kürzester Zeit wird klar, dass Murphy und die Armee den Angreifern hoffnungslos unterlegen sind, und die einzigen effektiven Waffen, die Murphys Volk zur Verfügung standen, fallen in feindliche Hände.
Seine friedliche Welt beginnt zu wanken, nach und nach zerbricht alles, für das er und sein Volk standen.
Ein Leben ohne Krieg und Hass ist offensichtlich unmöglich.
Doch plötzlich zeigt sich ein winziger Hoffnungsschimmer: Durch Zufall lernt Murphy den Zivilisten Josef kennen, der ein hochbegabter Programmierer ist und vielleicht den Schwachpunkt der Angreifer erkannt hat.
Gibt es noch Hoffnung?

Kann es Leben ohne Krieg überhaupt geben?
Ist das Streben nach Krieg menschlich?
Was ist Krieg und durch was entsteht er?
Wozu wird er geführt?
Um des Friedens Willen?
Ist das, nach was wir streben, unmöglich zu erreichen, weil wir uns selbst im Wege stehen – weil wir das sind, was wir sind?

„Fleischfresser“ hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf. Die Geschichte entwickelt ein derartiges Tempo, dass dem Leser Hören und Sehen vergeht.
„Fleischfresser“ ist im Stil der actionbetonten Science-Fiction-Romane geschrieben, bedient sich den gängigen Klischees, und schafft es doch, den Leser am Ende nachdenklich und schockiert zurück zulassen.

Hoch spannend, kompromisslos und absolut zeitgemäß deckt „Fleischfresser“ Parallelen zu unserer heutigen Zeit auf, die lieber unter dem Deckmantel des Schweigens geblieben wären.

Über den Autor:

Jill Münstermann, geboren am 25. November 1988 in Tönisvorst, machte im Frühjahr 2008 sein Abitur am Michael-Ende-Gymnasium. Seit Mitte 2008 ist er Zeitsoldat.
Seine große Leidenschaft ist seit vielen Jahren das „Amateurfilmen“, die Lust zum Schreiben entdeckte er eher zufällig. Sie entstand vor allem dadurch, dass er die Drehbücher für die Filmprojekte verfasste.
Im Sommer 2005 – bei einem Urlaub in Portugal - entstand die Idee zu „Fleischfresser“. An dem Projekt arbeitete er rund vier Jahre.
Der Autor freut sich über Diskussionen und Meinungen zu seinem Buch. Kontakt zu ihm ist über Jill.muenstermann@googlemail.com möglich.

Leseprobe:

Panzerbrechende Geschosse zischten an Caterpillar vorbei und mähten die Bäume um sie herum nieder. Ein klirrender Angriffsschrei der Koalitionsviecher durchschnitt die Nacht. Caterpillar stand mitten im Wald, die Bäume lagen hier weit auseinander, es gab nur wenige kleinere Pflanzen.
Ihre Rüstung erhellte mittels spezieller Techniken automatisch einen überschaubaren Radius um sie herum, Standardausrüstung bei der USO. Bei Bedarf abschaltbar.
Weitere Kugeln schossen ziellos an ihr vorbei. Sie schlugen in die dicken Stämme der künstlichen Bäume ein und rissen tiefe Kerben in den Stamm. Caterpillar duckte sich, ihren Tappa-Werfer 3 im Anschlag. Eine zweite Waffe, ein Kelfon A Gewehr, hatte sie seitlich an ihrer Rüstung angebracht.
Die Waffen des Feindes schwiegen unvermittelt wieder. Caterpillar schaute sich um, beäugte die Umgebung und lauschte. Weit weg ... ein, vielleicht zwei Kilometer von hier ertönten die Geräusche der Schlacht. Geräusche von Explosionen, Raketen und Schüssen, hier nur als dumpfe Ahnung wahrzunehmen.
Nauthal, ein nervöser Fußsoldat, dem es an Erfahrung mangelte, brach aus der Dunkelheit in Caterpillars Sichtfeld. Sofort gingen wieder die Schüsse los, helle Blitze zuckten durch die Dunkelheit, einer schlug knapp neben Nauthal ein. Er warf sich auf den Boden, Dreck wurde ihm ins Gesicht geschleudert. Einmal mehr verstummte alles. Caterpillar lauschte aufmerksam, hatte die Umgebung im Blick. Der Kamerad lag nur einige Meter vor ihr im Matsch. Es regnete leicht, die einzelnen Wassertropfen kullerten an den Rüstungen der beiden Soldaten hinunter.
Leise rauschten die Blätter im Wind.
„Dreizehner bei 23/30. Massig Kontakte, heftiger Widerstand”, flüsterte er.
„Weiter nach Plan. Haltet euch bedeckt, wir halten die Flanke. Aber nur, wenn es nötig ist”, gab sie ihm mit ruhiger Stimme zu verstehen, ohne dabei den Blick von der Umgebung abzuwenden.
Nauthal nickte, dann sprang er auf und rannte los. Wieder blitzen die Geschosse der Fleischfresser auf.